Stromangebot im Tagesverlauf

Gibt es für die Monate Oktober bis März Darstellungen, aus denen zu erkennen ist, wann die Energiegemeinschaften in der Steiermark eher Stromüberschuss haben und daher genug Strom bezogen werden kann?
Ich bin derzeit reiner Strombezieher und bin der EEG Steiermark RID-14 (RC101681).

Grundsätzlich: Je Sonne, desto Strom.
Das heißt zur Tagesmitte ist das Stromangebot immer am besten, Sommer wie Winter.

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Oder ich frag anders herum - wann gibt es von Oktober bis März meist keinen Strom zu beziehen?
Mich würden Graphiken interessieren aus denen das ersichtlich ist.
Gibt es solche Graphiken?

Bist du nur in einer reinen PV EEG oder auch in unserer Beg? In der beg gibt’s auch Wasser und Windkraft die meinen Verbrauch zb im Jänner zu 80,5% gedeckt hat

Ja, bin in der EEG St Radegund und in der BEG.
Wir haben eine PV-Anlage, einen 10 kW Speicher und eine Luftwärmepumpe.
Ich würde gerne wissen, wann wir im Winter am besten auf den Speicher zugreifen sollen - vor Mitternacht oder danach.
An Schlechtwettertagen stellt sich zzsätzlich die Frage, ob ich zu gewissen Tageszeiten aus der BEG/EEG meine Batterie laden kann/soll.

ich würde sagen da fehlen aufgrund der Dynamik der EGs die Erfahrungswerte. letztes Jahr habe ich

als Prosumer ca 75% durch Wasserkraft erhalten aus der BEG - die ist Tagesverlauf unabhängig.

da mich mein Strom aus der Batterie ca 17cent / kwh kostet, denke ich über sowas nicht weiter nach - bei diesen Strompreisen

Wie kommst du auf 17 ct/kWh?

siehe hier. haben da schon öfter drüber gesprochen im Forum.

Anschaffungskosten (waren bei mir noch sehr hoch, sicher höher, als heute), Akku ist auch nicht gratis. freilich spart man hier bei Netz- und Nebengebühren.

Mit welchen Kosten rechnest du bei Strom aus dem Akku? Habe auch schon öfter an eine Zusatzbatterieanschaffung gedacht für Einspeisung in die EG (Nacht), gibts da schon was, wo es sich zeitnahe rechnet? (maximal 5-10 Jahre) Risiko ist auch, dass der Strompreis noch weiter fällt. wobei ich denke, dass wir schon auf einem sehr niedrigen Niveau sind und es sicher auch wieder mal raufgehen wird. (E Autos, KI Fortschritt, Automatisierung, neue Techniken… )

Wenn der Strom aus dem Akku 17 ct/kWh anhand einer linearen Abschreibung über 10 Jahre kostet, kostet dann der Strom aus dem Akku nach 10 Jahren dann 0 ct/kWh?

Wenn du den Akku in 10 Jahren doppelt soviel benutzt, kostet dich der Strom aus dem Akku dann nur noch 8 ct/kWh?

Aus meiner Sicht sollte man nur die „externen“ Kosten (Netzbetreiber, Stromlieferant, EEG/BEG) betrachten und keine Abschreibungskosten für eine Investition.

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Sehe ich auch so, plus die entgangene Einspeisevergütung.

Also ob der Speicher 1 Million oder 1 Euro kostet ist egal?

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Bei der Frage, wann man auf den bestehenden Speicher zurückgreifen soll, ist das tatsächlich egal.

Fredl benutzt seinen Speicher so gut wie nie, er hält ewig.

Peppi benutzt seinen Speicher mehrmals täglich und er ist nach 1 Jahr kaputt. Kauft Peppi sich nochmal einen Speicher um 1 Mio? Würde sich Peppi nochmal einen Speicher um 1 EUR kaufen?

Solche Überlegungen stellt Peppi vor der Investition an :slightly_smiling_face:
Wenn sich ein Speicher nach x Zyklen amortisiert, ist es sogar vorteilhafter, wenn diese x Zyklen innerhalb eines Jahres durchlaufen und man nicht „ewig“ dafür braucht.

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Dein Speicher ist aber inzwischen kaputt, also insofern ist es wieder vor der Investition. :wink:

Das sehe ich ebenso, vor allem vor dem Hintergrund fallender Neuanschaffungspreise.

0 ct/kWh ist aber jedenfalls unrichtig, selbst wenn man den Speicher geschenkt bekommt! Es sollte eigentlich jedem klar sein warum…

Das ist alles schon sehr

OT

Wenn ein Speicher für x Zyklen ausgelegt ist, gehe ich davon aus, dass er im Schnitt nach x Zyklen kaputt geht, egal wie schnell diese Anzahl an Zyklen erreicht wurde.

Vor der Investition überlege ich mir, ob sie sich erwartungsgemäß amortisiert, also ob ich die Anschaffungskosten vor dem Erreichen der x-n Zyklen wieder herinnen habe, wobei n eine Funktion meiner Risikobereitschaft ist :sweat_smile: Je kürzer die erwartete Amortisationsdauer, desto einfacher ist diese Überlegung: Preise/Vergütungen schwanken für Zeithorizont von einem Jahr weniger, als für die „Ewigkeit“. Peppi investiert nur dann, wenn der Speicher, der in unserem Beispiel seine x Ladezyklen nach 12 Monaten erreicht, sich bereits nach 11 Monaten amortisiert.

(Ja, Peppi hat noch immer keinen Speicher :joy:)

ha! das glaub ich nicht :slight_smile: da sind weit weniger komplexe Dinge nicht klar.

Darauf hat auch noch keiner geantwortet.

Wenn man die KI fragt: Strom aus dem eigenen Photovoltaik-Akku kostet in der Praxis zwischen 11 und 15 Cent pro Kilowattstunde Quelle: https://www.perplexity.ai/search/thema-energie-photovoltaik-eig-0Vce80nBTvG5gQ7A6MqvIQ#0

Wenn man dann weiterliest, dass die Preise bis zu 90% gefallen sind, war ich mit meinen 17 cent / kwh sicher noch sehr günstig unterwegs. Der Punkt ist auch: Das nutzt mir halt auch nix, weil ich meine Anlage und meinen Akku schon habe :wink: 37000€ und ich bereue dennoch nix; in wichtige Dinge lohnt es sich zu investieren.

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Also dann schreibst du auch Anschaffungskosten / erwartete Lebenszyklen in kWh.

Ergo macht’s doch im Betrieb einen Unterschied ob der Speicher 1 Euro oder eine Million kostet, denn amortisieren kann sich der Speicher nur wenn Ertrag > Kosten? Wobei dies natürlich nicht auf jede einzelne kWh zutreffen muss, sondern nur in der Summe.

Wenn ich den Speicher Zyklen mit 0 ct/kWh laufen lasse, kann sich dies doch nie ausgehen? :face_with_raised_eyebrow:

Danke Lukas, aber ich hatte dich gefragt und nicht die autoregressive Wahrscheinlichkeitsmatrizenmaschine. :sweat_smile:

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Es geht mir darum, dass man sich so was VOR der Investition überlegt. Wenn man die Investition, die sich erwartungsgemäß nicht amortisiert, trotzdem tätigt, hat man wohl nichtmonetäre Gründe dafür. Den Teil, der auf diese Liebhaberei entfällt, darf bei den späteren kWh Kosten nicht als Amortisation berücksichtigt werden.

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