Also ganz konkret, wie viel darf die kWh Speicherkapazität kosten, damit es sich für Peppi beginnt zu rechnen?
Was entspricht das in durchschnittlichen ct/kWh Strombezug aus dem Speicher?
VOR und NACH der Investition, nachdem die offenbar für Peppi unterschiedlich sind.
es ist eben nicht so einfach und sowieso nur eine Annahme. wirtschaftlich rechnet man ja sowieso an den Grenzen, die Wahrheit wird irgendwo dazwischen liegen.
Die Speicherkosten pro kWh ergeben sich aus den Investitionskosten geteilt durch die über die Lebensdauer gespeicherte Energiemenge, zuzüglich Wirkungsgradverlusten und Kapitalkosten. Bei 9.000 € für 10,65 kWh und ca. 6.000 Zyklen ergibt sich ein Wert von ca. 15–20 ct/kWh.
WIe ich es damals genau gerechnet habe, weiss ich nicht mehr → ich denke ich habe es in einen Onlinerechnen eingegeben und der hat dann was ausgespuckt.
Ein Speicher hält nicht „unendlich“, sondern ist meist mit Anzahl Vollzyklen spezifiziert (z. B. 6.000–10.000 Zyklen) oder einer Lebensdauer (10–15 Jahre).
Kapitalkosten (Zinsen, entgangene Rendite) nicht vergessen: Wenn die 9.000 € z. B. 3 % Zinsen bringen könnten, sind das über 10 Jahre 2.700 €. → pro gespeicherter kWh +3–4 ct.
5. Fazit realistisch
Optimistisch (lange Lebensdauer, viele Zyklen): ~12–15 ct/kWh
Annahme mit 17 ct/kWh ist also ein plausibler Mittelwert, wenn man 6–7.000 Zyklen und Verluste einrechnet.
Lasse mich gern eines besseren belehren.
nein, natürlich nicht. nur das ist auch keine Antwort auf meine gestellten Fragen → Fragen mit Fragen beantworten sollten wir eher der Politik überlassen
Nein, weil es nicht nur die Abschreibung zu berücksichtigen gibt.
nicht 1:1, aber ja; je nach Rechenmodell macht es einen Unterschied - nur keiner von uns hat „die Kugel“ für Zukunftvorhersagen.
Warum kauft man sich einen Speicher (oder eine PV-Anlage)?
Damit man in einer absehbaren Zeit einen Profit daraus hat. Die Anschaffungskosten sind tatsächlich egal (wenn man nicht genug Kapital hat, denkt man eh nicht ans Investieren), der Profit muss halt in Relation dazu hoch genug und wahrscheinlich genug sein.
Damit man die Energiewende vorantreibt, also aus ideologischen Gründen. Wie viel ist es einem aber Wert, in Euronen?
Weil man das cool findet und sich ein Hobby daraus macht. Ein Hobby ist aber auch tendenziell etwas, was kostet und nicht abwirft.
Also wenn ein Speicher nur 6.000 kosten dürfte, damit er in absehbarer Zeit Profit abwirft, aber am Markt 10.000 kostet und und man ihn aus Liebhaberei trotzdem kauft, darf man später nicht die Amortisation von den ganzen Anschaffungskosten im kWh Preis berücksichtigen, sondern nur von 6.000. Die restlichen 4.000 hat man ja für Coolness und Fortschritt bezahlt und bereits vor der Investition davon gewusst.
Der Speicher ist nur ein Puffer für den eigenen PV-Strom bzw für den billigeren EEG/BEG-Strom.
Interessant ist die Ausgangsfrage (siehe Thema) daher nur für jene, die ohnehin einen Speicher haben.
„Investitionskosten geteilt durch die über die Lebensdauer gespeicherte Energiemenge“, wobei meiner Meinung nach die gespeicherte und wieder abgegebene Energiemenge eine Variable ist. Hinzu kommt dass LFP Akkus nicht nur durch Zyklen altern.
Wirkungsgrad bin ich bei dir, Kapitalkosten iSv. Kapitalopportunitätskosten von 3% nicht.
Erstens, zeige mir die 10 Jährige österreichische Staatsanleihe die 3% nach KESt liefert? Da bräuchte es einen Ertrag von 4,1%. Bundesschatz zahlt bei 10 Jahren aktuell 2,75% vor KESt über 10 Jahre, damit ist man dann bei effektiv knapp unter 2%.
Zweitens, verzerrt es den Kapitalertrag einer Investition, wenn man statt 0 Prozent 3 Prozent als Gewinnschwelle nimmt.
Am wenigsten Restnetzbezug hatte ich zwischen ca. 0 und 5 Uhr mit der in der BEG vorhandenen Wasserkraft. Die in der BEG vorhandene Windkraft hat da eine größere Auswirkung, deshalb mal die Frage meinerseits wo die denn stehen.
Peppi, die Anschaffungskosten können in meiner Welt nicht gleichzeitig egal sein und auch nicht…
Also nochmal, was wären für dich die Preise (EUR/kWh Speicherkapazität und/oder ct/kWh aus dem Speicher bezogenen Strom) ab denen sich ein Speicher für dich rechnen würde?
Ein Speicher ist in den meisten Fällen ein Hobby, und amortisiert sich vermutlich nicht bei jedem.
In meinem Fall sieht es so aus:
5400€ Investition (nach Förderung ) für 28kWh Speicher, bei 6000 Zyklen ergeben das 3,5c/kWh. Auch wenn der Speicher eine zeitliche Alterung hat, und vermutlich die 6000 Zyklen nicht erreichen wird, komme ich unter der Annahme von 15 Jahren und 200 Zyklen pro Jahr auf 7c/kWh.
Für mich ist unterm Strich aber nicht wichtig, wann sich der Speicher amortisiert, sondern wann es die gesamte Anlage macht.
Danke für deine Ausführungen. Ich bin ebenso zum Schluss gekommen, dass sobald der Speicher mal da ist es nicht schadet wenn er eher mehr als weniger gebraucht wird. Bei 400 Zyklen pro Jahr wäre man in deiner Rechnung wieder bei 3,5 ct/kWh innert 15 Jahren.
Hinzu kommt, dass die Neupreise der Speicher fallen. Wenn dieser Trend langfristig besteht und sich nicht umdreht, dann sind 6000 Zyklen in einem Jahr besser als 6000 Zyklen in 20…
Wenn der Speicher Teil der Anlage ist, dann hat er einen nicht zu vernachlässigenden Einfluss auf die Wirtschaftlichkeit der Gesamtanlage.
Richtig, aber ich rechne ja nicht, wann sich die Panels amortisieren, wann der WR (überspitzt formuliert).
Für mich gibts keine Anlage ohne Speicher, da ich so oft wie möglich unabhängig sein will, was dann wieder zu Hobby führt.
Mein Ziel ist mittelfristig, dass ich komplett unabhängig werde, was ich mit 800W Panels, 100kWh Speicher plus V2H für machbar halte.
Paneele ohne WR geht nicht, ein WR ohne Paneele ebenso. Paneele plus WR war lange der Standardfall. Einen Speicher kann man jedoch ohne Paneele und WR betreiben, sofern der Speicher AC gekoppelt ist.
Insofern kann ich schon verstehen, warum viele beim Speicher nochmal separat rechnen wollen.
Sofern man keine Kleinwasserkraft in der EEG hat, welche den Nachtverbrauch zu 100% abdeckt, sind selbst die 7,5 ct/kWh an Speicherkosten durch Netzgebühren nicht zu schlagen.
In Realität bekommt man den Großteil der Mittagsspitze nur bei der OeMag unter. Pi mal Daumen kostet die kWh aus dem Speicher dann 7,5 ct/kWh Speicherkosten plus 5,5 ct/kWh Opportunitätskosten plus 10% Verluste dann ca. 14,3 ct/kWh alles inklusive. Das ist doch aktuell unschlagbar?
Fällt die realisierbare Einspeisevergütung weiter (egal ob durch Spitzenkappung, Preise, Einspeiseentgelte, Steuern, usw.), dann rechnen sich die Speicher noch schneller.
Ich habe bei der Photovoltaik-/Speicheranschaffung gar nicht gerechnet. Für mich war die Blackoutvorsorge die Motivation für den Kauf. Die Einkünfte aus Stromverkauf und die nahezu 100%ige Unabhängigkeit vom Stromlieferanten sind nice to have.
Ich habe auch die Anlage immer in ihrer Gesamtheit gesehen. Eine PV alleine wäre bei uns aufgrund der Situation (beide berufstätig) eher weniger Sinn gemacht. Wir haben aktuell keine sinnvolle Veranlassung von Gas auf Wärmepumpe umzusteigen (dafür ist die Gastherme mit Speicher zu neu). E-Auto könnte sich am Nachmittag im Winter über fünf Monate nicht aufladen - und dass wir uns danach richten, wann Sonne scheint, etc. wäre meiner Frau zu umständlich.
Wir haben auch eine Gesamtanlage installieren lassen (11,4kWp mit damals noch 14kWh (brutto)). Habe jetzt um 3,5kWh aufgestockt, nachdem wir auch E-Auto (Frau) haben und damit schon einiges am Nachmittag ins Auto laden können - auch wenn die ca. 6kWp (West-String) nur 2kW bei schlechtem Wetter / tiefer Sonne produzieren.
Aber abgesehen davon macht die Anlage soviel mehr an Energie - auch bei diesem verregneten Sommer - dass sich die Anlage gut amortisiert. Immerhin haben wir nun im ersten Jahr des Bestehens 2350kWh geladen - also rd. 2000kWh aus der Batterie bezogen. Wenn ich das mit 24ct/kWh hochrechne, sind das im Jahr 480EUR - das bedeutet, dass sich der Speicher alleine in rd. 10 Jahren amortisiert hat. Mit Erweiterung in 12 Jahren - wobei die Degradation sollte ja aufgrund der Vergrößerung abnehmen…