Stimmt, in meinem Ausdruck (datiert mit 3.7.2025) steht das so:
„Das Netznutzungsentgelt ist von Entnehmern und Einspeisern pro Zählpunkt zu entrichten.“
Mir scheint aber, dass der Text den man auf der Parlamentsseite findet noch eine alte Eingabe von Leonore Gewessler war und der aktuelle Vorschlag noch gar nicht zu finden ist:
198/A XXVIII. GP
Eingebracht am 24.04.2025
Dieser Text wurde elektronisch übermittelt. Abweichungen vom Original sind möglich.
ANTRAG
der Abgeordneten Leonore Gewessler, Freundinnen und Freunde
Das ist wohl der am 10.07.2025 diskutierte Initivativantrag von Gewessler, aber nicht der Begutachtungsentwurf des ElWG.
Es zeigt aber auch die Position der Grünen … die finden Netzgebühren für Einspeiser wohl keine gute Idee und da sind sie sicher nicht alleine. Das kann eigentlich nicht im Sinne irgendeines privaten Einspeisers sein, völlig unabhängig was man wählt.
Bist du dir da sicher? Es entspricht nicht dem ursprünglichen Initiativantrag!
Hab de übrigens hier runtergelande:
Und da steht ja ganz klar datum gestern, bei deinem kopierten entwurf steht drinnen 03.07. einen Tag vorher, für mich siehts danach aus wie das nochmal verändert wurde.
Energiegemeinschaften sollen gefördert werden. Ist ja gut. Aber wo ist da technisch der Unterschied ob mein eingespeister Strom im Rahmen einer EG verbraucht wird oder über den Energieversorger? Hier wird anscheinend die Bereitschaft gefördert vermehrt Netzgebühren zu bezahlen…
Danke für den Artikel. Ich halte mich mal mit meiner Kritik am ORF und den zitierten Parteien zurück, aber da scheinen viele Ahnungslose miteinander geredet zu haben.
Auf der „untersten Ebene“ … „keine Netzgebühren“ … das ist dann wohl die GEA. Wahrscheinlich war man sich dem nur nicht bewußt, dass das auch einen Energiegemeinschaft ist.
Laut Gesetzesentwurf gibt es keinen Hinweis darauf, dass man an den Netzgebührreduktionen für die Verbraucher in Energiegemeinschaften etwas verändern will. Die E-Control wird aber sicher die „Netzdienlichkeit“ der lokalen und regionalen EEGs nochmal prüfen.
Ist übrigens heute immer noch die version vom 04.07. auf der Parlamentsseite in der steht dass nur Bezieher zahlen müssen. Ich denke das wurde in letzter Minute vor der Begutachtung noch geändert und niemand weiß davon.
Der Staat agiert jetzt wie viele EEGs, kassiert jetzt doppelt an Netzgebühren. Vom Erzeuger zum Verbraucher darf jetzt jeder der beiden zahlen. Fragst sich nur ob man die Netzgebühren der privaten Erzeuger auch dem Kunden verrechnen darf. Die Grossen dürfens ja auch
Hab zwar geschrieben, abwarten wie es sich entwickelt, aber folgendes brennt mir doch auf der Zunge - vorweg zusammengefasst, die Petition die @kremsy geteilt hat wäre vielleicht wirkliche ein gute Möglichkeit!
Das aktuelle Angebot für Einspeisen bei der Energie AG OÖ. 0 Cent/kWh, außer man bezieht den Strom auch bei ihnen, dann bekommt man 2 Cent/kWh (und zahlt fast 14 beim Bezug). Wenn dann noch Netzgebühren dazukommen muss man für das Einspeisen zahlen. Und ja, es sind auch negative Einspeisevergütungen in Diskussion.
Und ja die OEMAG zahlt 5,8 Cent/kWh, wenn ich mir die aktuellen Netzgebühren von >6 Cent/kWh anschaue bleibt aber auch bei einer Aufteilung der Gebühren auf alle Einspeiser und Bezieher nichts über…
Wenn es negativ wird hilft nur 0 Einspeisung, und das wäre dann der Tot von vielen EEG’s
Mur wärs twar lieber wenns anders wäre, aber fakt ist halt, dass wir zu einem signifikanten teil dann produzieren (und einspeisen) wenn das netz und der markt unseren strom gar nicht brauchen.
Obwohl ich mich mit batteriesetup und autoladezeiten wirklich bemüht habe, meine einspeisungsspitzen zu mittag zu „kappen“, habe ich bis jetzt nur ~⅔ meines heuer eingespeisten stroms zu zeiten positiven spot-preisen eingespeist. Der durchschnittliche wert des gesamten stroms (nach spottarif) lag bei 2,9ct/kWh. Und selbst wenn ich nur die zeiten positiver spotpreise hernehme (und davon ausgehe, dass meine anlage die einspeisung bei negativen preisen auf null reduziert hätte) erreiche ich beim rest keine 4ct fürn durchschnittsertrag.
Für mich ist der einspeisungsertrag ein „nice to have“, das ich mitnehme solange es ihn noch gibt. Aber ich bin realist genug zu sehen, dass der ömag-tarif insgesamt nicht haltbar sein wird.
Und was die auswirkungen der „großen strompolitik“ auf mich kleinen PV-betreiber angeht, bin ich ganz phlematisch…
Sobald das einspeisen ein negativgeschäft für mich ist, stelle ich halt auf nulleinspeisung um. Dann kriegt das netz auch dann keinen strom mehr von mir, wenn der markt ihn gut gebrauchen könnte. Und genauso werden das wohl auch alle anderen pv-betreiber machen.
… und damit sind alle EEGs tot. Und zwar sofort. Unverzüglich.
Isso…
Brauchen würden wir den Strom schon - aber dank Merit Order wollen die Konzerne ihn nicht und lieber ein GasKW zuschalten um mehr Gewinn zu machen. Nur meine private Meinung
Habe eine mail direkt an Frau Gewessler gesendet mit der bitte bei dem Gesetz so nicht zuzustimmen, und eine sehr positive lange antwort bekommen (u.a. auch den geposteten link)
Kurzer ausschnitt:
In den letzten Tagen ist deshalb viel Kritik aus der Branche und von den Interessenvertretungen gekommen. Wir werden daher mit den Betroffenen aus der Praxis in Kontakt treten, um den Text zu diskutieren, weil der Minister das offenbar bis jetzt nicht ausreichend tut. Denn wie Leonore Gewessler im ORF-Report am 8. Juli betont hat, ist das Gesetz - so wie es jetzt daliegt - nicht zustimmungsfähig. Den vollständigen Kommentar finden Sie hier.
Wo immer plötzlich gilt „wer das Klima schützt, wird bestraft“ da können sich die Menschen auf uns Grüne verlassen, lieber Herr „mein Name“. Wir werden uns mit aller Kraft dagegenstellen.
Einspeisen ist ja jetzt schon oft Negativgeschäft, weil Börsenpreis unter 0 ist. Ich Dreh auf was geht, lade Speicher mit 5kw, etc. Und wenn Speicher voll wird PV abgedreht.
Aber das sowas kommt wusste man, wie auch eAutos nicht immer steuerfrei fahren werden.
Interessant wäre nur ob ich meine Netzgebühren der EEG verrechnen darf, weil ja der Abnehmer von mir profitiert. Weil 2x Netzgebühren ist doch eigentlich betrug