Zero Option bzw. Mehrfachteilname

Ich beziehe über Zero am gleichen Standort ca. 20 kWh pro Monat im Winter und geschätzt 50 kWh pro Monat im Sommer. Und verhalte mich das ganze Jahr über auch ohne Speicher netzdienlich.

Dein Szenario ist zwar theoretisch möglich. Spieltheoretisch bietet es aber kaum einen Anreiz, sich genau wegen der Zero 24 Std. Durchrechnung nicht netzdienlich zu verhalten.

Von Mai bis September zu Mittag wohl kaum…

Aber können wir uns einfach darauf einigen, dass wir ein unterschiedliches Verständnis davon haben, was eine EG sein soll.

Sir0x meint ja am fremden Standort. Als Person, die den Zero Strom fast geschenkt bekommt, könnte man ja sein BEV um 19 Uhr nicht netzdienlich laden.

Da muss eine volle finanzielle Unabhängigkeit zwischen dem Strom Schenker und dem Zero-Bezieher herrschen, weil der Bezieher die dem Schenker entgangene Einspeisevergütung mit 0 bewertet. Aber wer hat schon mal so einen Zero für eine fremde Person angelegt, die sich ein BEV leisten kann…

Ich bin nicht von der Fraktion „mach das Dach voll“ und habe auch im Sommer so einen oder zwei Verbraucher. Mit dem, dass die 24 Std Durchrechnung beim Zero nicht netzdienlich sein sollte, hat das aber freilich nichts zu tun. Interessant, dass du genau die Zeile aus meinem ganzen Beitrag kommentieren wolltest :yum:

Was soll daran interessant sein?
Was machst mit deinem PV Strom zwischen 11:00-14:00 Uhr?

Interessant, weil das off topic ist und du die on topic Argumente ignorierst.

Verbraucher, die gesteuert werden können, gezielt zu dieser Zeit laufen lassen zum Beispiel :wink:

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@Peppi
Was ignorier ich, dass du nur einen marginalen Teil über den Zero bekommst, und somit der Zero für einen selbst eh keinen Mehrwert hat?
Aber, wie du zustimmst, theroretisch ein falsches Verhalten fördert?

@Markus
Danke, für den Hinweis, ich mach selbst Peakshaving in beide Richtungen und speise in der Nacht ein…

Aber ich bin jetzt raus.

Beim Zero am eigenen Standort sind wir uns wohl einig - der finanzielle Vorteil stellt keine Anreize für nicht netzdienliches Verhalten dar.

Für einen Zero am fremden Standort hast du ein theoretisches Szenario konstruiert. Ich habe geschrieben, warum ich dieses Szenario für unrealistisch halte. Es gibt ja Vieles, was in Theorie möglich ist, aber von keinem gemacht wird, weil es keinen Sinn hat.

Du kannst Dich ja diesem Thema in einer wissenschaftlichen Arbeit widmen und das fundiert anhand der Realität aufarbeiten - dann wissen wir, wie die von Dir in Theorie aufgezeigten Auswirkungen des Zero-Tarifs in Wirklichkeit sind.

Ansonsten war’s das für mich, meinerseits keine weiteren Beiträge dazu weil sinnlos.

Ich kann euch aus der Praxis berichten, dass gerade diejenigen, die Strom an Familienmitglieder verschenken wollen, sehr gut verstehen, dass die Speicherung zu Mittag und Bereitstellung des Stroms zu Spitzenverbrauchszeiten und in der Nacht deutlich mehr Strom in der Energiegemeinschaft unterbringen.

Damit verhält man sich definitv netzdienlich!

Alle die meinen, dass man alles schenken kann, was man ins Netz einspeist liegen falsch und werden auch in jedem Gespräch von mir darauf hingewiesen bzw. finden das sehr schnell im Mitgliederportal heraus.

Aber es gibt auch (wenige) Mitglieder, die sich der PV-Produktion bei ihrem Verbrauchsverhalten anpassen wollen. Das ist gut, aber wir sollten uns im Klaren sein, dass die meisten keine gute Steuermöglichkeit haben und dann schlägt die gewohnte Bequemlichkeit durch.

Man wird das PV-Strom Überschussproblem nur durch intelligent gesteuerte Speicher in den Griff bekommen und deshalb sollte mMn die regulatorisch Lenkungswirkung voll darauf ausgerichtet werden.

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Hallo zusammen,

ich bin seit Ende Mai Mitglied der BEG mit Zero Option. Die eingetragene Option ist bei meinen Anlagen auch ersichtlich. Jedoch scheint sie bei der Abrechnung nicht auf so als ob ich diese nie nutzen würde. Dabei gab es Tage an denen ich morgens einspeise und abends beziehe. Ist hier etwas nicht korrekt? Daten sind bis 05 Juli vorhanden.

Desweiteren habe ich seitdem ich bei der BEG bin von der Ömag keine Abrechnung mehr erhalten. Ist es normal dass es nun länger dauert oder muss ich bei der Ömag noch etwas erledigen?

Anzeige im Portal ist keine Abrechnung, nur Servicehochrechnung, wo Zero (noch) nicht berücksichtigt wird. Abrechnungen findest du dann im Portal als downloadbare PDF Datei.

Nein, ist nix zu tun. Abrechnung Oemag wird kommen. (Bin auch bei der Oemag)

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Danke für die Auskunft.

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Bezüglich der (möglichen?) Verlängerung des Austria-Zero-Durchrechnungszeitraumes habe ich mir jetzt einmal das heurige Jahr angeschaut. (Der Dezember fehlt zwar noch – der ist allerdings vernachlässigbar, weil ich da fast nichts zum Einspeisen habe.)

Im folgenden werden die Strommengen, die ich jetzt schon via Austria Zero zwischen meinen Zählpunkten verschoben habe, nicht berücksichtigt. Es geht mir hier ja nur um die Menge, die rechnerisch eventuell noch zusätzlich möglich wäre.

Die durchgezogenen Linien in der Grafik unten sind

1. der Strom den ich pro Monat in die BEG verkauft habe ( = den ich NICHT bei meinem AZ-Bezugspunkt untergebracht habe) und

2. der Strom, den ich pro Monat aus der BEG gekauft habe ( = den ich NICHT via AZ bezogen habe).

Die strichlierten Linien sind die bei monatlichem AZ-Durchrechnungszeitraum möglichen Mengen. Im Sommer (Mai bis August) versorge ich jetzt schon (bei täglicher Durchrechnung) meinen AZ-Bezugs-ZP zu praktisch 100%. Da machts also keinen Unterschied.
Im Winter (November bis Feber) speise ich so wenig ein, dass es da auch keinen Unterschied machen würde.
Wirklich “Potenzial” habe ich nur in der Übergangszeit (März, April bzw. September, Oktober). Hier würde ich sowohl meinen Verkauf an andere Verbraucher in der BEG (“Einspeisung”) als auch den Zukauf von anderen Erzeugern in der BEG (“Bezug”) senken. In Zahlen sind das 227kWh, die ich so zuerst verkaufe und dann von anderen zurückkaufe, und die ich bei einem monatlichen Durchrechnungszeitraum “direkt” via Austria Zero abgerechnet bekommen würde. Und sparen würde ich mir 4,52€…

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Ein Monatsfenster würde Zero „fairnessmäßig“ viel mächtiger machen (weil es Tages-/Wettereffekte glattzieht) und würde den Anreiz, Lasten aktiv in sonnige Stunden zu schieben, verringern. Aber wie du schreibst ist die Einsparung marginal…
Ich nutze Zero derzeit nur am eigenen Standort und da ist der Mehrwert ideologisch und finanziell kaum merkbar.
Ich mach es trotzdem, der Gedanke gefällt mir einfach sehr gut :slight_smile:

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Danke für die detaillierte Analyse. Du bestätigst damit eine Abschätzung, die auch wir vor längerer Zeit mal gemacht haben.

Momentan gefällt mir der tägliche Durchrechnungszeitraum besser, weil wir da auch einen Anreiz haben, die vielfach verbauten Batteriespeicher besser genutzt zu bekommen. :slight_smile:

Abrechnungstechnisch ist Zero schon heute relativ anspruchsvoll. :wink: