Wäre interessant zu erfahren wieviele neue PV-Anlagen heute schon mit mind. 2h Speicher errichtet werden. Da hätte man dann einen Hinweis wie sich derartige regulatorische Änderungen auswirken würden.
Das Problem des PV-Überschusses kann man aber trotzdem nicht wegdiskutieren und ob die nun vorgeschriebenen Abregelungsmöglichkeiten das Problem schnell genug lösen können, wird sich zeigen.
Da höre ich täglich andere Zahlen, was so verbaut wird und ich bin mir auch sicher, dass viele da nicht zwangsläufig wirtschaftlich rechnen, wenn man teilweise mehr als 500€/kWh zahlt. Speicher, vor allem als LV, kosten aber auch <=200€/kWh und wenn man dann auch noch Wert auf die Steuerbarkeit der Anlage legt, dann ist man gut vor externen Preisschocks geschützt und muss sich über die Wirtschaftlichkeit auch nicht mehr so viele Gedanken machen.
Viele kaufen auch eine Blackout-Vorsorge, obwohl es kaum Stromausfälle gibt. Da ist wohl die Angst das häufigste Argument und das bezahlt man mit €2-3k. Die Wirtschaftlichkeit spielt da gar keine Rolle.
Ich finde aber, dass das jeder so entscheiden soll wie er/sie will. Alles ist eine gewisse Wette auf die zukünftige Entwicklung und wenn erst verible Netzgebühren oder gemessene Leistungen kommen, wird die Stromrechnung schnell mal zum Überraschungsei.
z.B. Fronius Backupcontroller für kompletten 3 phasigen Nostrom kostet ca. 500€ dann noch bisschen etwas zum einbauen.
Und Speicher würd ich auch wert auf Sicherheit und co legen. Da bin ich bei den billigstorfer China LV speichern sehr skeptisch, aber was solls wenn das Haus abbrennt…
Wenn man eine Batterie kauft, die 2h Maximalproduktion abpuffern kann, muss man aber auch überlegen, was man dann mit dem gespeicherten strom weiter macht.
von sonnenunter- bis -aufgang verbrauche ich aktuell aus der batterie 2-3kWh zur versorgung meines hauses. dh. wenn ich heute 30kWh in eine Batterie hineingespeichert hätte (um netzdienlich zur mittagszeit last aus dem netz zu nehmen) sind davon morgen in der früh noch immer mindestens 27kWh in der Batterie drinnen. dh. morgen kann ich nur mehr 3kWh abpuffern – ganz egal wie groß die batterie ist.
Dh. so eine große Batterie macht nur dann (theoretisch) sinn, wenn man auch die möglichkeit hat, die batterie intelligent so zu entladen, dass bis morgen mittag wieder ausreichend viel platz ist.
Ad notstrom:
stromausfälle sind selten, bei mir maximal eine handvoll stunden pro jahr. trotzdem habe ich zumindest eine “kleine” notstromlösung mit einer steckdose neben dem WR, die auch bei netzaufall von PV-direktproduktion und batterie noch versorgt wird. das ist nicht viel – aber es reicht, dass man im fall des falles nicht ganz ohne strom dasteht. im “notfall” braucht man ja nicht viel strom ( =komplettversorgung des hauses); ein bissl reicht.
und das ist ein massiver blödsinn bei einer different von 1-2 cent, vorallem wenn man bedenkt wieviele ladezyklen man auf die speicher bekommt und diese die lebensdauer schmälern.
Speicher extra groß auslegen für Nachteinspeisung ist absoluter quatsch.
Da bin ich anderer meinung, na gut die Hersteller Gaeantieren 80% je nach batterie bei 3000-5000 zyklen, frage ist wie rasch es danach bergab geht, wenn man nun jede nacht einen zyklus draufbringt ist das ding nach 12-15 Jahren wahrscheinlich komplett hinüber.
Denke die Zeitliche komponente ist weniger Kritisch als die zyklen.
Wirtschaftlich lohnt sich das jedenfalls aktuell nicht, ich persönlich würde erst Nachteinspeisen bei mind 4ct differenz zwischen Tag und Nacht.
Wir sind hier in einer Energiegemeinschaft, wenn es um reine Wirtschaftlichkeit geht, dann nehm ich einen 10c brutto Fixtarif und keine Energiegemeinschaft.
Ich will meinen vorhandenen Sonnenstrom in der Nacht zur Verfügung stellen.
Und nein, Zyklen sind kein Problem und bei 200 Zyklen/Jahr reden wir von 20 Jahren.
In der Übergangszeit bekomm ich genauso zyklen drauf, da ich da den kompletten Speicher für die WP und E-Auto benötige… Nur für den Sommer hätte ich nie einen Speicher gebaut.
Ich bin ja nicht gegen Nachteinspeisung oder so, aber defakto muss es sich auch Wirtschaftlich Rechnen, und das tut es derzeitlich nicht, meine Grenze wäre da bei 4ct differenz zw Tag und Nachteinspeisung. Wobei ichs in der EG auch darunter machen würde wenn die Nachteinspeisung von der Servicegebühr befreit würde.
Bin übrigens selbst in der Entwicklung tätig und das ist mir durchaus bewusst. Aber wie gesagt man dimensioniert den Speicher auf maximalen Eigenverbrauch und nicht auf Nachtpufferung, damit ist der Speicher nicht groß genug für weniger als 300 zyklen pro Jahr, außer man speist nur 25% ein jede Nacht.
jo heißt halt trotzdem dass du dann eher 300 statt 200 zyklen pro jahr draufbekommst
Wie gesagt Nachteinspeisung is eh super, aber die differenz zw tag und nachtvergütung ist zu gering, wenn zumindesr die servicegebühr in der Nacht wegfällt wärs ein win-win
Das halte auch ich für eine völlig ausreichende Lösung.
Bei mir stehen inzwischen 2 AC-Batterien mit Steckdose, die 5kWh zwischenpuffern. Selbst wenn die beim Stromausfall auf aktuell mind. 12% ausgeleert sind, reicht das für Notebook und Handy.
Das ist klar, dass da eine derartig große Batterie keinen Sinn macht.
Ich denke aber, dass sich die Anlagen dahingehend verändern, dass man schaut auch im Winter noch brauchbar viel produzieren zu können (70-90° Süd-Ausrichtung).
Im Sommer wird es wie schon vorgesehen dann in den kommenden Jahren auch zu Abschaltungen von PV-Anlagen durch die Netzbetreiber kommen und da bin ich schon gespannt, ob wir dann darum kämpfen müssen, statt der (Teil-)Abschaltung den Batteriespeicher laden zu können.