ELWG: Wer Strom am Dach selbst erzeugt und ins Netz einspeist, soll künftig Netzgebühr zahlen

Gefällt mir bis auf die 25kWp grenze, ein paar Freunde von mir haben 30-35kWp gebaut.

Eine 35kWp grenze macht finde ich generell mehr sinn, da dies auch die Grenze ist ab der eine PV Steuerlich als Gewerblich gilt.

Habe mir „leider“ diesen Supervortag der E-Control angesehen (zumindest teilweise weil ich noch ein anderes Treffen dazwischen hatte).

Doch das was da dahin gestammelt wurde, ist ein Armutszeugnis - sowohl für den Entwurf (kann nur hoffen, daß das nicht zu einem Gesetz wird!) als auch für die Vortragenden.

Nicht viel wissen, Platitüden verbreiten, stammelnde Antworten - so stelle ich mir eine qualifizierte Vorstellung von etwas vor, das unser aller Leben die nächsten Jahre - wohl und/oder übel - „begleiten“ wird.

Am besten aller Argumente dieses Quirksentwurfes (was anderes kann mir beim besten Sinn nicht einfallen), ist der Punkt:

Ich bezahle wenn ich einspeise UND bezahle nochmals wenn ich abnehme!

Davon wird nirgends gesprochen, weder in Vorträgen noch Medien … geht einfach so unter.

Aber ist ja egal, wir Österreicher sind einfach zu blöd etwas Sinnvolles zu erstellen.
Die „Metternichsche Hörigkeit“ heißt einfach alles für gut was von „oben“ kommt - die sind ja einerseits nicht verantwortlich dafür und gibt es auch tw. in ein paar Jahren nicht mehr.

So finanzieren wir jetzt mit diesem Gesetz das „Schlarafenland“ der Energieerzeuger weil sie es verschlafen haben in den letzten jahren für einen vernünftigen Netzausbau zu sorgen!

Hoch leben die jeweilgen 9 Landeskaiser mit ihren abgehalfterten Politikerpensionisten auf den Versorgungsposten … oh Du Mein Österreich.

Sollen wir jetzt MItleid mit euch haben weil ihr euch verzockt habt?

Wie bitte? Wer hat sich mit was verzockt?

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Du wieder…
Stänkerst seit deinem ersten Beitrag

Meine Meinung - Troll dich in ein anderes Forum lieber @mic_at_home

Kann man so sehen … oder so.
Ich sage eher: kritisieren und nachfragen - auch wenn’s unangenehm ist.
Aber ich seh’ schon, etwas direkt anzusprechen ist hier nicht gern gesehen.

Und was @Simon betrifft:

Wenn sich jemand eine überdimensonierte PV-Anlage auf das Privathaus knallt, dann auch schaut daß er unter der Gewerbegrenze von 35kWp bleibt, muß ich einfach die Frage stellen:
wozu soviel?
Sicher nicht für den Eigenverbrauch - oder?

Im Sommer sind meine 12kwp auch hoffnungslos überdimensioniert. Aber sobald geheizt werden muss sind sie goldrichtig. Und wenn so in 2-4 Jahren die E-Autos bzw. Festkörperakkus zu vernünftigen Preisen da sind werde ich die 12 kwp schon nutzen.

Die wenigsten haben den Stromverkauf im Auge gehabt. Ich glaube es gibt wenige Einfamilienhausbesitzer die 35kwp am Dach haben.

Wer auf dem dach 35kWp hat, hat kein Haus mehr, sondern eine Villa. Das 35kWp sind ~100m² PV-Module.

Was wäre denn deiner Meinung nach eine „angemessene“ Dimensionierung eine PV? Wie hoch soll denn bei richtiger Dimensionierung der Eigenverbrauchgrad mindestens sein?

Das bekommt man relativ leicht zusammen, z.B. Satteldach 2 Seiten + Carport + Garage

Wobei 100m2 sind 50 module
→ Satteldach zB. 9x6 m
würde schon eine 2-Seiten belegung reichen wenn es keine Dachfenster gibt

Klar sind diese Anlagen nicht nur zum Eigenverbrauch errichtet worden, sondern vorallem zum aktiven Klimaschutz und vorantreiben des Erneuerbaren ausbaus für eine bessere Zukunft. Natürlich auch mit der Rechnung dass sich die Anlage in 20-25 Jahren Ammortisiert. Alles über 35kWp zählt steuerlich als Gewerblich (wobei man darunter eh auch schon Steuern zahlen muss bei Einspeisung >12500kWh)

Denke egal wie groß die Anlage, Netzgebühren fürs einspeisen soll man keinesfalls zahlen müssen. Die spitzenkappung ja ok, macht iwie bisschen sinn aber wichtiger wärs dezentrale Speicher voranzutreiben.

Ich kenne 3 Leute in meinem Umfeld mit der Dimension 28-35kWp.

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Nehme ich z.B. einen 2-Personenhaushalt (Erwachsene) in einem 1-stöckigen Haus aus den 1960ern, voll unterkellert mit aktuell:

  1. „normale“ Elektronik (2 Fernseher - wahlweise aufgedreht)
  2. 1 Stand-PC (Arbeitsplatz, tw. genutzt 20 Stunden pro Tag da ich gerne arbeite)
  3. 1 Kühlschrank
  4. 1 Kochgelegenheit [Platte & Backrohr]
  5. Mikrowelle [sehr selten genutzt]
  6. einen 150-Liter Boiler für das Warmwasser
  7. diverse Lichtquellen
  8. Umwälzpumpe für Außenschwimmbad
  9. Umwälzpumpe für Heizung (leider Fernwärme)
  10. optional Strom für kommendes Hybridauto

komme ich aktuell auf einen Jahresverbrauch von knapp 4.900 kWh.

Alles „überwacht“ mit HomeAssistent plus Zusatzgeräten (z.B. Shelly).

Dieser hält sich ziemlich konstant die Waage (Sommer - Winter), denn im Winter läuft die Pumpe für die Heizung (Oktober - Mai), dafür im Sommer (April bis Oktober) wieder die Poolpumpe.

Ergibt in Summe eine Durchschnittsverbrauch pro Monat von 408 kWh bzw. knapp 14 kWh pro Tag.
Wiederum pro Stunde (zwischen 07:00 und 21:00) knapp je 0,85 kWh (Nacht je Stunde ca. 0.3 kWh Schnitt).

Das jetzt umgelegt auf die PV-Anlage würde ich sagen:

  1. Sommer (April bis Oktober) 7.7 kWp (kleiner würde auch genügen)
  2. Winter (Oktober bis April) ca. 15 kWp

Sommer wäre da überdimensioniert, Winter müßte sich ausgehen.
Sollte in Summe einen Deckungsgrad zwischen 55% - 75% Grad ergeben.

Speicher wäre sinnvoll, aber nicht zur zeit, da ich keine Lust habe für die aktuelle Li-Ionen-Technologie Geld „beim Fenster“ rauszuwerfen und in ca. 10 Jahren den Nächsten kaufen zu müssen.
Da warte ich lieber noch 2,3 Jahre bis eventuell die Festkörperbatterien serienmässig angeboten werden.

Sollte ich da jetzt einen Denk- oder/und Rechenfehler haben, wäre ich froh wenn man mich darauf aufmerksam macht - ich habe kein Problem mit Kritik …

Zum Thema: 25 - 35 kWp Anlagen sind entweder Kleingewerbe, große Villen (300 m² und mehr - eventuell Indoorschwimmbad) oder Zocker die sich mit den damaligen Einspeisetarifen das große Geld erhofft haben und jetzt da stehen, weil die Amortisierung 35-50 Jahre dauern wird …

Lasse mich aber gerne vom Gegenteil überzeugen.

Ich sag nur - „leider Fernwärme“ :wink:

Rechne mal durch für eine on/off WP, 600 L Boiler, Gaming-PCs, größere Familie… das alles ist ja keine Seltenheit und auch nicht nur bei Topverdienern zu sehen.

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Vl. sind die Anlagen aber, abgesehen von einem höheren Verbrauch (WP, BEVs), für max. Strom im Winter ausgelegt?

Ja leider, weil ist extrem unflexibel der Anbieter (KELAG), der Betreuer nur impertinent, und die Gebühren jenseits von Gut & Böse.
KELAG macht jedes Jahr Millionengewinne, erhöht auch regelmässig pro Jahr die Kosten, Abrechnungen nur 1x pro Jahr.

Daher möchte ich diese durch eine Stromheizung - sprich PV-Anlage - und Wand- bzw. Fussbodenheizung unterstützt tw. mit Infrarotpaneelen ersetzen.

Dazu müsste dann die PV-Anlage groß genug dimensioniert werden, Speicher dann auch dazu.
Sollte sich im Winter z.B. der Strom nicht ausgehen, kann ich immer noch jederzeit auf die Fernwärme umschalten.
Alternativ wäre ein 300-600 Liter Speicher welcher durch die PV-Anlage erwärmt wird, denkbar - dann könnte ich die bestehende Heizungsinfrastruktur (Rohre und Heizkörper) weiter verwenden.
Habe genug Platz im Keller.

Oder auch eine Kombination aus Beiden.

Bei der Fernwärme hattest du aber keine solche Anfangsinvestition, wie bei einer WP :wink:, und hast jetzt keinen davongallopierenden winterlichen Stromverbrauch. Es ist ja um deine Beispielsrechnung und 25+ kWp Anlangen gegangen.

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Mit einer Splitklima im Heizmodus könntest du die gewonnene PVEnergie 3-4mal effizienter in Wärme umwandeln als mit IRpaneelen.
Zusatznutzen: Kühlen im Sommer.

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@Peppi
Hatte der Hausvorbesitzer mit umgerechnet auf Heute von ca. 5.000 Euro
Da die Fernwärme nur per Rohr ins Haus kommt, und von dort mit einer Anlage auf 3 Stockwerke (inkl. Keller) zu 12 Heizkörpern weitergeleitet wird.

@Flick
Danke für den Tipp.
Ja, daran haben wir auch schon gedacht - Hauptsächlich da der 1. Stock (unter Dach) im Sommer beinahe nicht mehr bewohnbar wird und daher gekühlt werden muß (z.B. Schlafzimmer).
2-fache Splitanlage kann dann auch unterstützend heizen.
Auf Dauer aber möchte ich die Fernwärme komplett raus haben.

Generell: sorry wenn ich diese Diskussion jetzt für was anderes verwendet habe, aber ich denke daß es sehr wohl um dem Gesamtverbrauch bzw. Spitzenleistung einer PV-Anlage gehört, an all das zu denken.

Kann man den irgendwo nachschauen?

Kann das hier anbieten: Fachveranstaltung „Was bringt das neue ElWG?“ - E-Control

Ist u.a. auch Link zur Aufzeichnung …

Interessant das PDF (Seite 14) bzgl. Netzentgelte für Einspeiser:
https://www.e-control.at/documents/1785851/1811582/E-Control-Fachveranstaltung-ElWG-01-Alfons-Haber.pdf/cc7f1462-bc09-be27-de12-1998636f5994?t=1753795521260

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@mic_at_home Das verlinkte PDF hat nur 10 Seiten…

Gab gestern ein ZIB Interview
„E-Control-Vorstand Wolfgang Urbantschitsch warnt, dass Erzeuger:innen künftig stärker an Netzkosten beteiligt werden könnten“

Unterm Strich spricht er davon, dass Leute, die privat in PV investiert haben um CO2 neutral zu werden jetzt dann vielleicht noch draufzahlen müssen, damit die Netzkosten „gerecht“ verteilt werden. Physikalisch betrachtet ist das absolut nicht „gerecht“ - Die Konzerne kassieren und der Strom wird bei den Nachbarn zu den vollen Kosten verbraucht.

Er redet davon, dass im Sommer, wenn dieser schöner wäre als aktuell, die Netzgebühren für Einspeiser höher sein könnten…

Wie wir alle wissen, produzieren wir am meisten im Sommer - und genau da wollen sie dann ein Körberlgeld…
Wirksam soll das Ganze mit 01.2027 werden, teile eventuell früher/rückwirkend.

Hier das Interview: Aufregung um neues Strommarkt-Gesetz | ZIB2 vom 03.08.2025

Nutzt bitte eurer Recht zu Stellungnahmen oder bestehende zu Unterstützen - hier nochmals mein letzter Post

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