wir sind kürzlich auf ein Elektroauto umgestiegen und haben einen SofarSolar-Wechselrichter mit Solarman-App sowie mehrere CEE-Starkstromsteckdosen am Carport.
Hat jemand Erfahrung mit mobilen Wallboxen an einer Starkstromsteckdose? Welche Geräte könnt ihr empfehlen und mit welchen Kosten muss man ungefähr rechnen?
Besonders interessant wäre für mich, ob sich das Laden mit PV-Überschuss (automatisch nur bei Solarüberschuss laden) mit SofarSolar bzw. Solarman sinnvoll umsetzen lässt.
Über Erfahrungen, Empfehlungen und Hinweise zu möglichen Stolpersteinen freue ich mich sehr.
Ich mache alles über den, beim Kauf mitgelieferten “Ladeziegel” (max. 2,6kW). Dafür habe ich eine eigen Leitung, die ich über HomeAssistant - je nach Solarangebot - automatisch ein- und ausschalten kann.
Kleinere Schwankungen gleicht der Akku aus.
go-e wäre auch meine Wahl, allerdings würde ich anstatt des Controllers wahrscheinlich meinen Home Assistant verwenden.
11kW Ladeleistung sind auch ausreichend und im Normalfall problemlos, 22kW kann sein, dass der Netzbetreiber mitreden will…
Ein E-Auto lädt typischerweise erst ab 6 A. Einphasig sind das ca. 1,4 kW, dreiphasig ca. 4,1 kW Mindestleistung. Reines dreiphasiges Überschussladen funktioniert daher bei kleineren PV-Anlagen oft nur bei viel Sonne.
hab mich jetzt für eine Starkstrom 400V 11kW mobile Wallbox als Sofortmaßnahme entschieden. Da ich einen Speicher fürs Haus habe und auch eine 15 KWP Anlage, wird es glaub ich reichen, wenn ich das Hauptladen nach Möglichkeit in die Sonnenstunden lege.
Die 230V 16A Lösung hat mir mein Bruder wegen möglicher Leitungsüberlastung abgeraten. (Da ich Verteiler hängen habe, wo auch Schwimmbadtechnik inkl. WP und Kühlschrank draufhängen). Noch dazu ist die Ladeleistung tatsächlich bescheiden mit nur 1 Phase.
Also wenn wer von euch in der Nähe Pressbaum gerne laden möchte - welcome
Kann ich dir nicht sagen, ob BYD out-of-the-box funktioniert, aber im worst case gibt es den WiCAN ODB Adapter, den man im Auto ansteckt und der dann via Wlan eingebunden werden kann.
EVCC steht für “Electric Vehicle Charge Controller” und ist keine Smarthome Lösung, sondern spezialisiert aufs BEV laden.
Da war ich jetzt wohl zu langsam mit meiner Antwort.
Wir haben in der Tiefgarage eine go-e Wallbox mit 11kW und für unterwegs einen gebrauchten NRGKick über Willhaben. War bei etwas über 500€ mit allen Adaptersteckern und 5m Kabel. Im Prinzip war es ungebraucht, wenn ich nach eventuellen Gebrauchsspuren gehe.
Bei 21kWp PV am Dach mit Fronius WR, 11kWh BYD-Batterie, Fronius Wattpilot als Wallbox an einer Starkstromdose.
Laden durchwegs nur 3phasig. Im Sommer ausschließlich im Eco-Modus (PV-Überschuss). Im Winter hab ich eh zu wenig Produktion (weil die WP den Großteil der Eigenproduktion verbraucht), daher auch hier 3phasig und durchwegs nur 6A. Dh. das Auto nuckelt bei Bedarf kamot mit 4kW vor sich hin…
Die Abstimmung zwischen PV-Produktion (eigentlich Überschuss) und der erlaubten Ladeleistung funktioniert ziemlich gut, auch wenn die Nachregelung einige Sekunden immer hintennach ist. Daher überlass ich diese Abstimmung weiter den beiden Fronius-Geräten (WR und WB), obwohl ich mich seit kurzem auch ein bisschen an Home Assistant versuche…
wir verwenden seit einigen Jahren “EVCC” (https://evcc.io/) auf einem alten Raspberry Pi in Kombination mit einer schaltbaren Shelly Steckdose um unser Auto nur bei Sonne zu laden.
Wenn du generelle Fragen hast oder Infos zum Setup brauchst, kannst du dich gerne melden.
Zum Thema Überschussladen habe ich durch Zufall einen Vortrag heuer an der TU Graz gehört. Die frei zugänglichen Daten zur Studie damals gibt es unter: https://solar.htw-berlin.de/studien/solares-laden-von-elektrofahrzeugen/ . Der Succus aus dem Vortrag damals, den ich mir mitgenommen habe: Die Effizienz und Autonomie beim Überschussladen hängt stark vom eingesetzten Betriebsmittel (Wallbox, mobiler Charger, etc.) ab. Es gibt da leider Regler die nicht schnell genug sind und bei wechselhaft bewölkten Tagen unter Umständen mehr aus dem Netz ziehen, als einem lieb ist.
Man sollte sich aber die Frage stellen, ob ich bei wechselhaften Wetter überhaupt die Betriebsart Überschussladen verwenden will - denn es schaltet der Regler dann ständig um, was dazu führt, dass dann uU (je nach Fahrzeug und Regler) ständig die Ladung unterbrochen bzw. ausgesetzt wird um die Leistung anzupassen. Zielführend für eine lange Betriebsdauer der Batterie und des OBCs sehe ich diese Ladeform nicht unbedingt.
Hier arbeiten Hybridwechselrichter etwas anders: Die schalten nicht den Ladevorgang auf 0 sondern regeln den Strom nach und arbeiten „fließender“…
Ich persönlich ziehe da lieber gleich konstant Leistung aus dem Netz (oder reduziere die Ladeleistung auf ca. Erzeugung plus Entladung der Hausbatterie) - weil ich die BEG sowieso als ausgelagerten Speicher sehe, für den ich halt die Netzgebühr zahle…
Alle Lösungen ohne MID-Schnittstelle sind es schade zu verwenden!
Warum?
Weil man dann auf die THG-Prämie verzichtet.
Und die macht je nach Börse dann zwischen 95 und bis zu 300 Euro pro Jahr aus (je nach Anbieter).
Lese ich mir die bisherigen Kommentare so durch, weiß das anscheinend niemand hier.
Was extrem schade ist, denn so verzichtet man auf leicht „verdientes“ Geld.
Bevor jetzt wer fragt - was ist die THG-Prämie?
Einfach gesagt: Stromauto (auch Plugins) über eigene Wallbox laden und für jedes kW Geld kassieren.
Aber einfach selber nachlesen: https://thg.insta-drive.com/at/ oder Suchmaschine der Wahl danach bemühen (Tipp: heisst auch e-Prämie).
p.s.: habe selber einen Plugin und Wallbox mit nachgerüsteter MID-Schnittstelle (weil damals beim montieren bzw. Kauf nicht mal der Elektriker davon wusste!
Und jetzt nach 2 Jahren habe ich die Kosten für die Wallbox und MID fast schon zurück bekommen - es zahlt sich aus!
Schöne Wortspende .. aber nur teilweise richtig!
Weil, soweit richtig - ohne MID bekommt man „nur“ die Pauschale (für exakt 1.500 kWh).
Und dann weiter?
Wer gurkt mit einem Auto herum das nur 1.500 kWh pro Jahr lädt?
Das benötige ich alleine schon im Quartal.
Und wenn PlugIn verwendet wird (nicht alle Quotenhändler nehmen Abrechnungen von PlugIns !) dann nur mit MID.
Und daher: wer mehr als diese Pauschale möchte, der muss MID verwenden (kann man nachrüsten, ca. 100,- Euro).
Denn nur dann kann die exakte Leistung abgerechnet werden.
Und wg. Instadrive: was passt bei den nicht?
Geht’s noch ungenauer?
Wenn man einen PlugIn fährt, ist ein MID (oder ab 2037 ME) verpflichtend - daher zwingend.
Und wenn doch einen Vollstromer fährt auch, denn ansonsten gibt es eben nur das Geld für die Pauschale.
Muss das jetzt jemand verstehen?
Anpatzen und dann nix mehr?!
Und was habe ich davon?
Dass dann auch die EG Austria mitschneidet?