Umstieg auf E-Heizung!

Heute war es soweit. Die Installateure haben mir einen Pufferspeicher samt E-Patronen montiert.
Da mich die Energie Steiermark Wärme GmbH mit der Preissteigerung von 60% innerhalb von zwei Jahren (Indexgekoppelt - aber nicht nur die kWH Fernwärme, sondern der Grundpreis nach Anschlussleistung und die Zählermiete) genervt hat, steige ich nun auf von Fernwärme auf E-Heizung um (hätte ich mich vor einigen Jahrzehnten nicht einmal zu denken getraut).
Es wird spannend. Ich erwarte einen Fehlbetrag von ca. 2500 bis 3000 kWh in den 4 Wintermonaten November bis Februar - oder genauer 3 Wintermonate von Mitte November bis Mitte Februar. Die restliche Zeit sollte durch meine 90m² Module abgedeckt sein.
Ich bin schon neugierig, ob meine Planung 1:1 aufgeht.
Ein weiterer Umstiegsgrund ist die enttäuschende Netzpolitik. Im oberen Murtal wird das Netz zwar verstärkt, aber die kommenden Kapazitäten sind schon verplant. Der Netzbetreiber hat einen Großteil der kommenden Kapazitäten wahrscheinlich für sich selbst reserviert. Er plant ein Wasserkraftwerk. Hinzukommende Photovoltaikerrichter dürfen gar nicht mehr ins Netz liefern (“Nulleinspeisung” nennt er das).

Photovoltaik nur mehr für den Eigenverbrauch außer man plant eine Großanlage. Kleinerzeuger sollen wieder aus dem Markt verdrängt werden - so vermute ich.

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Mutiger Schritt - bin am Ergebnis interessiert. Immerhin nähert sich bei uns die Fernwärme und wir sollten in spätestens drei Jahren eine Entscheidung treffen…
Nämlich ob wir auf die Fernwärme umsteigen oder ich auf Wärmepumpe mit Gas-Back-Up umsteige - immerhin ist mein Gaskessel erst 10 Jahre alt :frowning:

Bei der Fernwärme müsste ich Gas dann sowieso aufgeben. Und die PV bringt nicht ausreichend Energie - wir haben aber eine Biogas Anlage in der Nähe, die ins öffentliche Netz einspeist…

Wärmepumpe hatte ich zuerst in Erwägung gezogen, aber deren Leistungszahl ist genau dann am geringsten, wenn ich sie benötigen würde: an sehr kalten Tagen im Dezember und im Jänner. Zusätzlich habe ich das Problem der Speicherung der Photovoltaikenergie. Zu Mittag, wenn die Leistung der Photovoltaik am höchsten ist, benötigt das Haus die geringste Wärmeleistung. Eine Wärmepumpe kann nicht speichern und kostet mehr als ein richtig dimensionierter Pufferspeicher.
Stromspeicher sind auch um den Faktor 5-10 teurer als ein Pufferspeicher.
Im Dezember und im Jänner werde ich an finsteren Tagen vielleicht meine alten Öfen anwerfen um das Gartengehölz zu verwerten.
P.S.: Bei der Fernwärme ist man an den einen Anbieter gebunden. Wenn ich zusätzlich Strom einkaufe, kann ich mir den Anbieter aber aussuchen.

Die neuen Wärmepumpen mit R290 Gas sind mittlerweile sehr effizient. Jahreszahl über 4 sind keine Seltenheit mehr. Ich habe seit 2 Jahren eine Luftwärmepumpe und schaffte im letzten Winter eine Jahresarbeitszahl von 4.0 mit Heizkörper. Seit ich die Wärmepumpe habe ist jeder Raum 24h/Tag geheizt bei 190m2. Waren letztes Jahr dann knapp 3322kWh Strom (ohne Warmwasser). Bei der alten Gasheizung wurde nur immer stundenweise geheizt und es waren immer um die 14000kWh - da ging noch einiges durch den Kamin verloren. Der Hersteller Lambda (aus Österreich) hat eines der effizientesten Geräte am Markt - da schaffen viele (laut Internetforen) Arbeitszahlen über 5. Natürlich muss das jeder selber kalkulieren - vor 2 Jahren gabs ja noch Förderungen von weit über 80% der Anlagenkosten - da habe ich natürlich zugeschlagen.