Es geht da um Batterien/Akkumulatoren auf Natrium-Ionen-Grundlage von einem Wiener Startup. Mit meinen AHS-Physik-Chemie-Kenntnissen konnte ich zumindest keinen offensichtlichen Unsinn drin finden, und… es wäre ja sooo schön, wenn es stimmt. Könnte da bitte ein Auskenner drüber schauen?
Natriumionenspeicher aus China gibt es schon länger auf dem Markt. Wahrscheinlich fährt man billiger, wenn man die über eine dieser chinesischen Handelsplattformen kauft und nicht über einen österreichischen Zwischenhändler.
4,5kWh von Biwatt (aus Shenzen) um 2500€. Da kauf ich lieber einen LiFeP-Speicher um 1300€ (5,12kWh).
Das ist mir klar. Aber, soviel ich da mitgekriegt habe, beruhen die Salzwasserspeicher tatsächlich auf Salzwasser, während die Natrium-Ionen-Technologie organische Elektrolyte verwendet.
In meinen Augen ist auch Salzwasserspeichertechnologie “Natrium-Ionen-Technologie”.
Es gibt ja auch die unterschiedlichsten Lithium-Ionen-Technologien.
Der größte Nachteil von Salzwasserbatterien als Haushaltsspeicher ist meist die niedrige C-Rate. Sie können zwar viel Energie speichern (kWh), aber oft nur mit relativ geringer Leistung laden oder entladen (kW). Bei hohen Lasten wie Wärmepumpe, Herd oder E-Auto reicht die Leistung daher häufig nicht aus, obwohl noch genügend Energie im Speicher vorhanden wäre. Für moderne Haushalte muss der Speicher deshalb oft deutlich größer dimensioniert werden (Faktor 4-5) als bei Lithium-Systemen.
Zum Vergleich: c-Rate bei Lithiom Ionen Akku 0,5-2
LiFePO 0,5-1
Salzwasser 0,1-0,3
Ansonsten spricht, ausser der enorme Platzbedarf der Speicher, technisch nichts gegen diese Technologie. Sicher, einfach und zuverlässig.