Wenn es eine Regionale EEG gibt, und die meisten teilnehmer innerhalb einer Trafostation liegen, wäre es da vlt denkbar dass die EG Austria auch lokale EEGs macht?
Ja, nur da braucht es entsprechend Verkehr, Teilnehmer Verhältnisse. In Pressbaum war das schon mal Thema.
Ich finde es generell schade dass das system so kompliziert ist, meiner meinung nach sollte es generell nur eine Form der EG geben und die APG macht die aufschlüsselung. Alles was innerhalb einer EG innerhalb von trafostationen gebraucht wird wird dort zugewiesen, dann Unspannwerk, dann Österreichweit. Aber klar wir sind in Österreich da wäre ein bisschen Programmieraufwand zu aufwendig für die APG bzw für die Politik die Richtigen Rahmenbedingungen zu schaffen.
Lokale EEGs sind im Gegensatz zu Regionalen EEGs meist sehr überschaubar beim Stromumsatz und damit reduziert sich auch die Prognosefähigkeit und Integrierbarkeit in eine gut aussteuerbares System.
Es gibt ja viele lokale EEGs, aber auch da stellt man zunehmend fest, dass der Aufwand (=Kosten) meist ein sehr hoher ist und viel Ideologie oder Motivation mitkommen muss, um das auch zu machen.
Bei EG Austria werden wir auch lokale EEGs und GEAs machen und integrieren, aber eben erst etwas später, wenn das System soweit automatisiert ist, dass das noch immer irgendwie abbildbar ist. Ich bin zwar zuversichtlich, dass das geht, aber totzdem ist relativ schwierig.
Die APG hat die Daten nicht, weil die vom Netzbetreiber eingesammelt werden und die APG sich nur um das Übertragungsnetz kümmert.
Der VEZ macht die Aufschlüsselung bei der BEG und der Netzbetreiber macht sie bei der EEG.
Generell darf das EU-Recht auf die Wahlfreiheit des Energielieferanten nicht beschränkt werden und die Energiegemeinschaft hat zum Glück nicht die volle Verantwortung für einen Bilanzkreis eines Energieversorgers, weil man dann auch Strom handeln müsste und damit die Komplexität deutlich steigen würde.
Wir sollten bedenken, dass 29 Netzbetreiber immer noch keine Energiegemeinschaften können und 45 Netzbetreiber noch nicht in der Lage sind mit der Mehrfachteilnahme umzugehen. Alles nach 4 Jahren EAG. Der Aufwand für Koordination und Digitalisierung des Energiesystems ist mit den Einblick den ich bisher bekomme habe schon hoch und ehrlich gesagt, geht das mit „ein bisschen Programmieraufwand“ leider nicht. Die Energiebranche hat aber auch einiges aufzuholen …
Danke für die Ausführliche erklärung, war mir nicht bewusst dass nicht alles über die APG läuft.
Zudem werden dadurch Energiegemeinschaften auf der untersten, der lokalen Ebene reizvoller: Sie erlauben das Teilen von Strom in der Nachbarschaft, ohne dass dafür Netzgebühren anfallen. Beide Seiten, Produzenten wie Bezieher einer Energiegemeinschaft, profitieren damit im Idealfall von geringeren Kosten bzw. etwas höherem Entgelt. Die Netzgebührenbefreiung gilt aber nur für die unterste Ebene, für all jene Bezieher, die an einen bestimmten Stromtransformator angeschlossen sind.
EEG wird aber jetzt forciert werden müssen, denn Strom ausserhalb einer EEG wird keiner mehr verkaufen wollen.
EEG Mitglieder hängen am gleichen UW und nicht am gleichen Trafo. Lokale EGs wären dann die ohne Netzkosten.
Eben. Deshalb werden nur lokale EG zukünftig bestehen, denn die EEG am Umspannwerk müssen dem Einspeiser Netzgebühren verrechnen.
Wenn das Gesetz so Zustimmung findet.
Lokale EEGs haben im Vergleich zum organisatorischen Aufwand nicht so viel Potential, dass es sich auszahlen würde, fürchte ich.
Da muss man dann mehr Werbung machen, innerhalb des Trafos in der Siedlung
Man sollte einen Begutachtungstext noch nicht als Gesetz sehen.
Das EAG hat in der Begutachtung komplett anders ausgesehen und das ElWG wird viele sehr sinnvolle Eingaben bekommen. Da hängt es eher von den Verantwortlichen ab, was davon dann alles eingearbeitet wird.
Wenn dann das finale Gesetz (2/3 Mehrheit nötig) beschlossen ist, dann muss die E-Control auch definieren, was eventuelle Gebühren und Rahmenbedingungen sind.
Dann kommt die technische Umsetzung … die kann, wie wir alle wissen, richtig lange dauern.
Gerade deshalb würde ich keine voreiligen Schlüsse ziehen, außer, dass die Komplexität steigen wird und es für kleine, einzeln operierende Energiegemeinschaften mit schlechter Systemunterstützung und wenig Zeit ziemlich sicher schwieriger werden wird.
Das fürchte ich in Bezug auf rein lokale EEGs auch! Bei uns wären dass drei Straßenzüge. Denn der Überschuss der da im Sommer produziert wird, wird nicht abgenommen werden können, wenn die 16 Nachbarn im Schwimmbad oder auf Urlaub sind und nur Salat und Gegrilltes statt einen saftigen Schweinsbraten essen. Und im Winter werden die Leistungen dann wenig ausreichen wenn man die Autos lädt. Auch am Sonntag, wenn dann der Schweinsbraten im Rohr und die Bettwäsche in Waschmaschine gewaschen wird. Da sind BEGs mit den verstreuten Gewerbekunden und Kunden die reine Verbraucher sind und in den Städten wohnen neben einer gewissen Wind/Wassereinspeisung, dann schon wichtig…